Was ist Inbound-Marketing?

Was ist Inbound-Marketing - Flywheel und Titel auf lila Hintergrund
Während in den ersten 10 Jahren des neuen Jahrtausends die Pay-Per-Click Kampagnen und plumpe Werbeanzeigen das Online Marketing dominiert haben, geht der Trend nun weiter in Richtung einer Nutzer-fokussierteren Strategie: Dem Inbound-Marketing. Was Inbound-Marketing eigentlich ist und wie es sich vom traditionellen Marketing unterscheidet, wollen wir in diesem Artikel beantworten.

Der Begriff Inbound-Marketing hat erst nach der Jahrtausendwende Einzug in die Marketingwelt gefunden. In der breiten Masse kam der Begriff sogar noch später an.

Auch heute wissen viele Unternehmer, Selbständige und Marketingverantwortliche nicht wirklich etwas mit dem Begriff anzufangen.

Grund genug, dass wir in diesem Artikel Klarheit über den Begriff schaffen. Damit Du Dir die Frage „Was ist Inbound-Marketing?“ in Zukunft nicht mehr stellen musst.

Was ist Inbound-Marketing – Definition

Per Definition versteht man unter Inbound-Marketing den Ansatz, von potentiellen Kunden gefunden zu werden.

Aus dem Englischen „Inbound“ (zu Deutsch etwa: eingehend, ankommend). Eine Vorgehensweise im Online Marketing, bei der Unternehmen versuchen, ihre Zielgruppen mittels ansprechender und wertvoller Inhalte auf sich aufmerksam zu machen. Im Gegensatz zu traditionellen Marketingmethoden ist der erste Kontakt zwischen Unternehmen und potentiellen Kunden dabei nicht werblicher Natur – die Inhalte des Unternehmens sind darauf ausgelegt, den potentiellen Kunden zu helfen, anstatt sie mit einer Werbebotschaft zu bombardieren. (Definition aus dem Buch „Inbound Marketing“ der Hubspot Gründer)

Im klassischen Marketing (Outbound-Marketing) legen Unternehmen Fokus darauf, Kunden zu finden.

Das passiert über Marketinginstrumente wie:

  • Kaltakquise per Telefon
  • Printwerbung
  • TV-Werbung
  • Gekauften E-Mail-Listen

Und Inbound-Marketing dreht diese klassische Marketingstrategie auf den Kopf.

Der moderne Ansatz besteht darin, von Kunden gefunden zu werden durch Marketinginstrumente wie:

  • Blogs
  • E-Books
  • Podcasts
  • Videos
  • Webinare

Was ist Inbound Marketing - Zeit für Veränderung

Man will im Vergleich zum klassischen Marketing den potentiellen Kunden nicht mehr mit Werbung erschlagen. Sondern man wartet bis der potentielle Kunde selbst auf die Suche nach der Lösung eines Problems geht und bietet ihm dafür ansprechende Inhalte.

Beim Inbound-Marketing dreht sich also alles um wertvolle Inhalte, die einen echten Mehrwert für den potentiellen Kunden bieten.

Wir haben diesen Punkt auch in unserer Podcast-Folge zur Frage „Was ist Inbound-Marketing?“ behandelt. Wenn Du lieber hörst als liest, dann ist diese Episode genau das Richtige für Dich:

Trotzdem steckt hinter Inbound-Marketing mehr als nur eine moderne Marketingstrategie. Und zwar ein grundlegender Wechsel des Marketing-Mindsets.

Das Inbound-Marketing Mindset

Fernab von der Definition, gibt es noch ein viel tieferes Verständnis von Inbound-Marketing.

Und darunter versteht man das Mindset, dass man seinen potentiellen Kunden immer zuerst großen Mehrwert bietet, bevor man daran denkt ihnen etwas zu verkaufen.

Dieses Denken des „kostenlosen Mehrwerts“ sehen wir heute in vielen Freemium-Geschäftsmodellen, die gerade aufgrund der kostenlosen Inhalte so erfolgreich sind.

Beispiele davon finden wir alle in unserem Alltag:

  • Spotify
  • Dropbox
  • Hubspot und andere Marketing-Software
  • Evernote

Dahinter steckt der Gedanke, dass man dem potentiellen Kunden Zugang zu seinem Angebot gibt, bevor er überhaupt etwas dafür zahlen muss.

Und dadurch fängt der Nutzer an sich mit Deiner Marke und Deinem Produkt zu identifizieren. Wenn er dann den Mehrwert im Produkt sieht und sich bei Dir gut aufgehoben fühlt (Du ihm zum Beispiel 1 bis 2 mal mit hilfreichen Service-Angeboten zur Seite stehst), dann wird er bei Dir kaufen.

Und nicht nur das. Denn er wird dann auch allen seinen Freunden von Dir und Deiner Lösung erzählen.

Und warum funktioniert dieses Mindset gerade in der heutigen Zeit so gut wie nie zuvor?

Weil Kunden in der heutigen Zeit ihren Freunden nicht nur offline von tollen Angeboten erzählen können, sondern auch online.

Auf sozialen Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter, auf denen es fast unendliche Reichweite gibt.

Die 3 Komponenten für erfolgreiches Inbound-Marketing

Für erfolgreiches Inbound-Marketing sind im Grunde 3 Komponenten entscheidend:

  1. Content – Wertvolle und hilfreiche Inhalte sind die Grundlage für Inbound-Marketing. Durch Inhalte werden potentielle Kunden auf Dich aufmerksam und Du generierst Besucher über die verschiedenen Content-Plattformen. Das kann zum Beispiel ein Blog, ein Podcast oder ein Youtube-Kanal sein.
  2. SEO – Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization) ist die technische Optimierung Deiner Inhalte, damit sie von Suchmaschinen besser gelesen werden können. Denn nicht nur Google, sondern auch Youtube, Spotify, Apple Podcasts und Co sind Suchmaschinen. Und die Algorithmen funktionieren immer ähnlich. Je besser die Aufbereitung der Inhalte für die Suchmaschine, desto besser das Ranking. Dieser Bereich besteht aus mehreren Praktiken wie Webseitenoptimierung, Linkaufbau, Bildoptimierung, Optimierung der Meta-Daten und so weiter. Durch Suchmaschinenoptimierung kannst Du die Reichweite Deiner Inhalte um ein vielfaches steigern und so viel Zeit sparen.
  3. Social Media – Über Social Media Plattformen kannst Du Deine Inhalte teilen und dadurch noch mehr Besucher generieren. Wenn Du deine Inhalte über Deine privaten Profile teilst, dann macht das deine Inhalte persönlicher und Du baust gleichzeitig menschliche Beziehungen zu Deinen Lesern, Beobachtern und potentiellen Kunden auf.
Was ist Inbound Marketing - 3 wichtigsten Komponenten Content SEO Social Media
Die 3 wichtigsten Komponenten für Inbound-Marketing in einer Übersicht.

Halte Dich an diese 3 Komponenten, um schnell die ersten Ergebnisse Deiner Inbound-Marketing Kampagne zu sehen.

Warum ist Inbound-Marketing wichtig?

Vielleicht stellst Du Dir jetzt die Frage, warum Du Dir so viel Aufwand überhaupt machen solltest.

Denn in der Vergangenheit haben doch klassische Outbound-Kampagnen immer gut funktioniert.

Die Welt hat sich verändert. Wir leben in einer Informationsflut und müssen jeden Tag mit dieser Überlast an äußeren Einflüssen umgehen.

Umso wohler fühlen wir uns, wenn wir bei der Recherche oder beim Finden einer Lösung nicht offensichtlich beeinflusst werden, sondern uns über wertvolle Inhalte selbst ein Bild machen können.

Diesen Ansatz machen sich Unternehmen, die Inbound-Marketing betreiben, zu nutze, um Kunden und Fans aufzubauen.

Außerdem nimmt das Angebot und damit die Konkurrenz in vielen Bereichen immer weiter zu. Und durch die Digitalisierung verbreiten sich neue Angebote immer schneller.

Wer den digitalen Wandel zuerst meistert, wird einen Großteil der Kunden bekommen. 80% der Kunden werden bei 20% der Unternehmen kaufen.

Das ist die Neuverteilung, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Denn warum sollte man sich mit etwas durchschnittlichem zufrieden geben, wenn man eine bessere Wahl direkt um die Ecke (oder im Internet) hat?

Genauso wird auch der Umgang mit Bestandskunden immer wichtiger. Wer heute den Kunden, seine Probleme und seine Bedürfnisse unter den kurzfristigen Umsatz stellt, wird es schwer haben.

Und eine Inbound-Marketing Kampagne kostet Dich keine riesigen Budgets für gemietete Werbeflächen.

Du produzierst Inhalte auf Deinen eigenen Plattformen. Und lässt anschließend die Zeit für Dich arbeiten. Es handelt sich also nicht um eine anhaltende Ausgabe, sondern um eine Investition.

Wenn Du Inbound-Marketing betreibst, dann spielt die Größe Deines Gehirns eine wichtigere Rolle als die Größe Deiner Geldbörse.

Inbound-Marketing vs. Outbound-Marketing

Wie bereits weiter oben im Artikel erwähnt, beruft sich klassisches Outbound-Marketing auf den Ansatz, die eigene Marke in den Mittelpunkt zu rücken.

Es ist dabei nicht wichtig, ob der potentielle Kunde überhaupt einen Bedarf hat, oder nicht.

Beim Inbound-Marketing produzierst Du Inhalte und holst dadurch den Besucher erst zu Dir, wenn er auch wirklich einen Bedarf hat.

Hier noch einmal die verschiedenen Kanäle von Oubound- und Inbound-Marketing gegenübergestellt:

Inbound Marketing vs Outbound Marketing - Gegenüberstellung der beiden Strategien
Inbound vs. Outbound Marketing – Gegenüberstellung

Besonders für Unternehmen, die national und international aktiv und die nicht auf regionalen Verkauf beschränkt sind, lohnt sich Inbound-Marketing.

Denn die Reichweite ist groß und viel besser targetierbar. Du schreibst Inhalte ausschließlich für Deinen Traumkunden und ziehst diesen dadurch an.

Was ist Inbound-Marketing – Fazit

Zusammenfassend ist Inbound-Marketing eine Marketingstrategie, durch die Du von Deinen Kunden gefunden wirst. Darüber hinaus steckt hinter dem Inbound-Mindset, dass Du Deinen Kunden zuerst kostenlosen Mehrwert bietest, bevor Du daran denkst, ihm etwas zu verkaufen.

Dadurch wird die Kundenbindung schon vor dem ersten Verkauf so groß, dass Deine Kunden echte Fans werden und außerdem viel schneller selbst Werbung für Dich machen.

Denn wer etwas geschenkt bekommt, der gibt auch gern mal etwas zurück.

Inbound-Marketing setzt sich aus den 3 wichtigen Komponenten Content, SEO und Social Media zusammen. Setze diese Komponenten für Dein Unternehmen um, damit Du bereits nach wenigen Monaten Erfolge in Deiner Inbound-Marketing Kampagne siehst.

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Stefan Wendt
Stefan Wendt
Als Digital Native bin ich mit den neuen Medien groß geworden und habe früh gelernt, diese auch als Produzent zu nutzen. Mein Verständnis von Inbound-Marketing baut auf meiner langjährigen Erfahrung als Blogger und Content-Creator kombiniert mit den technischen Hintergründen zu Suchmaschinenoptimierung (SEO), User-Experience und Marketing-Automation auf. Ich arbeite immer offen, ehrlich und erfolgsorientiert. Ein "Das geht nicht" spornt mich dazu an, alternative Lösungen zu finden und umzusetzen.

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